Handeln statt zuschauen

Handeln statt zuschauen – wie wir vor Ort das Klima schützen
Experte des Umweltbundesamts (UBA) spricht in Münstertal

Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen des Klimawandels: Mit einem Temperaturdurchschnitt von 10,4 Grad Celsius war es das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zudem war es das trockenste Jahr seit Messbeginn 1881.

Warum sich unser Klima erwärmt, welche Folgen dies für Mensch und Umwelt hat – und was vor Ort gegen den Klimawandel zu tun ist, können interessierte Münstertäler von einem ausgewiesenen Experten erfahren. Auf Einladung der Bürgerinitiative „Für Windkraft in Münstertal“ spricht Dr. Harry Lehmann vom Umweltbundesamt (UBA) zum Thema „Klimawandel? Global denken – lokal handeln“. Der Vortrag am kommenden Freitag, 11. Januar 2019, beginnt um 19 Uhr in der Aula der Abt-Columba-Schule in Münstertal.

Der Leiter des Fachbereichs Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien der zentralen deutschen Umweltbehörde wird in seinem Vortrag vor allem auf die lokalen Einsparpotentiale an klimaschädlichen Treibhausgasen eingehen. Beispielhaft besteht gerade für Münstertal die einmalige Chance, in naher Zukunft zu einer CO2-neutralen Gemeinde zu werden. Dafür gilt es, in allen Lebensbereichen den Energieverbrauch zu drosseln. Vor allem bedarf es den schnellen Umstieg von klimaschädlichen fossilen Energieträgern wie Öl und Gas auf erneuerbare Energien.

Mit der Realisierung des geplanten Windparks auf dem Breitnauer Kopf käme Münstertal dem Ziel, klimaneutrale Kommune zu werden, einen Riesenschritt näher. Die beiden Windenergieanlagen werden jährlich 20,5 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen –  und damit fast doppelt so viel wie die Münstertäler aktuell selbst verbrauchen (12,6 Millionen Kilowattstunden). Damit spart der Windpark dem Klima rund 20.000 Tonnen an Treibhausgasen im Jahr ein. „Mehrere Gutachten belegen, dass Bau und Betrieb der Anlagen keine negativen Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung von Münstertal und Staufen haben“, betont Lothar Wolf, Sprecher der Bürgerinitiative „Für Windkraft im Münstertal“.

Mit zwei weiteren Veranstaltungen will die Bürgerinitiative im Vorfeld des Bürgerentscheids in Münstertal die Diskussion versachlichen. Am Donnerstag, 17. Januar 2019, kommt der renommierte Hydrogeologie-Professor Dr. Nico Goldscheider vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nach Münstertal. Er erläutert ab 19 Uhr im Foyer der Belchenhalle, wie es beim geplanten Windkraftprojekt tatsächlich um den Grundwasser- und Quellenschutz steht.

Während der Abschlussveranstaltung, am Dienstag, den 22. Januar 2019 ab 19 Uhr in der Aula der Abt-Columban-Schule, berichten drei kompetente „Praktiker“: Bürgermeister Bruno Metz spricht über die Erfahrungen der Gemeinde Ettenheim mit dem lokalen Bürgerwindprojekt Südliche Ortenau; Bio-Bauer Matthäus Weber vom Gschwinghof St. Peter präsentiert seinen prämierten Ferienhof, in dessen Nähe sich sein Windrad dreht. Prof. em. Eberhard Parlow von der Universität Basel beschreibt die regionalen Auswirkungen des Klimawandels im südlichen Schwarzwald.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Mehr Infos: http://www.unser-windpark-muenstertal.de