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Vortrag Herr Prof. Dr. Goldscheider – Hydrogeologie

„Befürchtungen beim geplanten Windpark sind unbegründet“
Hydrogeologe warnt vor überzogenen Befürchtungen in Münstertal

Im Vorfeld des Bürgerentscheids in Münstertal wurde diskutiert, welche Auswirkungen der geplante Windpark auf dem Breitnauer Kopf für die örtliche Trinkwasserversorgung haben könnte. Bislang haben die Vorhabenträger die  hydrogeologischen Gegebenheiten der Anlagenstandorte auf der Breitnau in drei Gutachten untersucht. Alle kommen zu dem gleichen Ergebnis, dass eine Gefährdung der Trinkwasserquellen ausgeschlossen ist. „Ich freue mich, wenn der Hydrogeologie im Falle eines Windparkprojekts wie in Münstertal so große Bedeutung beigemessen wird, aber im konkreten Fall ist das übertrieben“, sagt einer der Gutachter, der Karlsruher Hydrogeologie-Professor Dr. Nico Goldscheider vom Karlsruher Institut für Technik (KIT).

Anders als in Münstertal spielen angebliche Trinkwasserrisiken durch Windmühlen auch in der internationalen Fachwelt keine Rolle. „Vor kurzem war ich auf einer großen Hydrogeologen-Konferenz mit 900 Teilnehmern und einem sehr breiten Themenspektrum; die Gefährdung durch Windkraft war nicht dabei“, erwähnt Prof. Goldscheider. Tatsache ist auch, dass sich in Deutschland bereits fast 30.000 Windräder drehen, alleine in Baden Württemberg davon 158 in Wasserschutzgebieten der Zone 3  und bislang kein einziger Fall dokumentiert ist, in dem Grund- beziehungsweise Trinkwasser nennenswert gefährdet oder verunreinigt wurde.

Auf Einladung der Bürgerinitiative „Für Windkraft in Münstertal“ war der international renommierte Wasserexperte vor Ort, um sein Gutachten zum geplanten Windpark Münstertal und die darin zitierte Literatur der interessierten Öffentlichkeit zu erläutern. In seinem etwa einstündigen Vortrag stellte Goldscheider auch einige grundsätzliche Aspekte zu Grundwasser und Quellen aus Sicht eines Hydrogeologen vor. Die Veranstaltung fand am Donnerstag, den 17. Januar 2019, um 19 Uhr im Foyer der Münstertäler Belchenhalle statt.

Die Veranstaltung mit Professor Goldscheider wurde auf Video aufgezeichnet. Wer keine Gelegenheit hat, den interessanten Vortrag persönlich zu besuchen, findet den Mitschnitt hier:

Seine abschließende Bewertung zu den Risiken der Windenergieanlagen für die Quellen lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Risiken bezüglich Wassermenge (Versiegen der Quellen,
  • Verringerung der Schüttung): Nicht vorhanden. Risiken bezüglich Wasserqualität:
    • Geplante WEA Standorte liegen südwestlich der Kammlinie; von dort sind keine schnellen, direkten Zuflüsse bzw. Schadstoffeinträge zu erwarten.
    • Sie liegen aber im unterirdischen Einzugsgebiet der Quellen und damit zurecht in Schutzzone III, d.h., langsame Zuflüsse sind möglich.
    • In Zone III werden WEA üblicherweise genehmigt, weil die Gefahren, die von Bau und Betrieb einer WEA ausgehen, gering sind.
    • Vorübergehende, geringfügige Trübung während der Erdarbeiten ist möglich, tritt aber auch natürlich auf (z.B. durch Starkregen, Windwurf, Rodungsarbeiten) und kann durch Filtration leicht beseitigt werden.
    • Der größtmögliche Unfall wäre eine massive Treibstoffhavarie (Auslaufen eines kompletten Dieseltanks) während der Bauphase.
    • Durch sicheren Baubetrieb, sorgfältige Bauüberwachung und das Bereitstellen von Personal und Gerät zur raschen Beseitigung einer Treibstoffhavarie lässt sich das Risiko sehr stark minimieren.
    • Es dürfen nur Baumaterialien verwendet werden, die nicht wassergefährdend sind (z.B. Schotter für Zuwegung, Betonzuschlagsstoffe, etc.).
    • Von gutem Beton geht keine Gefahr für das Grundwasser aus.

Hier das Fazit des Vortrags von Prof. Goldscheider als Video:

Am Dienstag, den 22. Januar 2019 ab 19 Uhr in der Aula der Abt-Columban-Schule, lädt die Bürgerinitiative „Für Windkraft in Münstertal“ zur abschließenden Infoveranstaltung ein. Drei „Praktiker“ berichten, wie es sich „Gut und gerne mit Windenergie leben“ lässt. Der Ettnheimer Bürgermeister Bruno Metz spricht über die Erfahrungen mit dem lokalen Bürgerwindprojekt Südliche Ortenau; Bio-Bauer Matthäus Weber vom Gschwinghof St. Peter präsentiert seinen prämierten Ferienhof, in dessen Nähe sich Windräder drehen. Prof. em. Eberhard Parlow von der Universität Basel beschreibt die regionalen Auswirkungen des Klimawandels im südlichen Schwarzwald.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.
Mehr Infos: www.unser-windpark-muenstertal.de

Umweltbundesamt – Vortrag zum Klimawandel

Auf Einladung der Bürgerinitiative „Für Windkraft in Münstertal“ spach Dr. Harry Lehmann, Leiter des Fachbereichs Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien im Umweltbundesamt (UBA) zum Thema „Klimawandel? Global denken – lokal handeln“ am Freitag, 11. Januar 2019, in der Aula der Abt-Columban-Schule in Münstertal (Schwarzwald).

Handeln statt zuschauen

Handeln statt zuschauen – wie wir vor Ort das Klima schützen
Experte des Umweltbundesamts (UBA) spricht in Münstertal

Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen des Klimawandels: Mit einem Temperaturdurchschnitt von 10,4 Grad Celsius war es das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zudem war es das trockenste Jahr seit Messbeginn 1881.

Warum sich unser Klima erwärmt, welche Folgen dies für Mensch und Umwelt hat – und was vor Ort gegen den Klimawandel zu tun ist, können interessierte Münstertäler von einem ausgewiesenen Experten erfahren. Auf Einladung der Bürgerinitiative „Für Windkraft in Münstertal“ spricht Dr. Harry Lehmann vom Umweltbundesamt (UBA) zum Thema „Klimawandel? Global denken – lokal handeln“. Der Vortrag am kommenden Freitag, 11. Januar 2019, beginnt um 19 Uhr in der Aula der Abt-Columba-Schule in Münstertal.

Der Leiter des Fachbereichs Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien der zentralen deutschen Umweltbehörde wird in seinem Vortrag vor allem auf die lokalen Einsparpotentiale an klimaschädlichen Treibhausgasen eingehen. Beispielhaft besteht gerade für Münstertal die einmalige Chance, in naher Zukunft zu einer CO2-neutralen Gemeinde zu werden. Dafür gilt es, in allen Lebensbereichen den Energieverbrauch zu drosseln. Vor allem bedarf es den schnellen Umstieg von klimaschädlichen fossilen Energieträgern wie Öl und Gas auf erneuerbare Energien.

Mit der Realisierung des geplanten Windparks auf dem Breitnauer Kopf käme Münstertal dem Ziel, klimaneutrale Kommune zu werden, einen Riesenschritt näher. Die beiden Windenergieanlagen werden jährlich 20,5 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen –  und damit fast doppelt so viel wie die Münstertäler aktuell selbst verbrauchen (12,6 Millionen Kilowattstunden). Damit spart der Windpark dem Klima rund 20.000 Tonnen an Treibhausgasen im Jahr ein. „Mehrere Gutachten belegen, dass Bau und Betrieb der Anlagen keine negativen Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung von Münstertal und Staufen haben“, betont Lothar Wolf, Sprecher der Bürgerinitiative „Für Windkraft im Münstertal“.

Mit zwei weiteren Veranstaltungen will die Bürgerinitiative im Vorfeld des Bürgerentscheids in Münstertal die Diskussion versachlichen. Am Donnerstag, 17. Januar 2019, kommt der renommierte Hydrogeologie-Professor Dr. Nico Goldscheider vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nach Münstertal. Er erläutert ab 19 Uhr im Foyer der Belchenhalle, wie es beim geplanten Windkraftprojekt tatsächlich um den Grundwasser- und Quellenschutz steht.

Während der Abschlussveranstaltung, am Dienstag, den 22. Januar 2019 ab 19 Uhr in der Aula der Abt-Columban-Schule, berichten drei kompetente „Praktiker“: Bürgermeister Bruno Metz spricht über die Erfahrungen der Gemeinde Ettenheim mit dem lokalen Bürgerwindprojekt Südliche Ortenau; Bio-Bauer Matthäus Weber vom Gschwinghof St. Peter präsentiert seinen prämierten Ferienhof, in dessen Nähe sich sein Windrad dreht. Prof. em. Eberhard Parlow von der Universität Basel beschreibt die regionalen Auswirkungen des Klimawandels im südlichen Schwarzwald.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Mehr Infos: http://www.unser-windpark-muenstertal.de

Deutsche Wildtier Stiftung und Wind

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wenn Sie in diesen Tagen in Hessen ein Kino besuchen, kann es sein, dass Sie einen Anti-Windkraft-Film der Deutschen Wildtier Stiftung aus Hamburg im Vorprogramm sehen.
Der Kurzfilm läuft nicht zufällig: Am 28. Oktober 2018 wählt Hessen einen neuen Landtag. Die bisherige Landesregierung aus CDU und Grünen will bis 2050 nur noch Strom aus erneuerbaren Energien, um das Klima effektiv zu schützen. Dafür muss Windkraft ausgebaut werden. Auch mit Windrädern im Wald. Ohne geht es nicht.

Für die Stiftung, die „Natur und Wildtieren eine Stimme geben“ will, ist die schwarz-grüne Energiewende ein rotes Tuch. Sie behauptet, dass für Windräder intakte Ökosysteme zerschnitten und Böden versiegelt werden, Tiere ihre Lebensgrundlage verlieren.

Doch anderswo versagt die Stimme der Stiftung. Im Rheinischen Revier etwa. Seit 1978 dringen im Hambacher Tagebau riesige Bagger auf 85 Quadratkilometer bis in 450 Metern Tiefe vor, um Braunkohle zu fördern. Im größten Loch Europas ist der 12.000 Jahre alte Hambacher Wald, der einst 41 Quadratkilometer maß, schon fast ganz verschwunden. Nun will der Energiekonzern RWE noch den Rest von 200 Hektar dem klimaschädlichsten Brennstoff fossiler Kraftwerke opfern. Obwohl auch bedrohte Arten, wie die Bechsteinfledermaus dort leben.

Zu dieser gigantischen Klima- und Naturzerstörung sagt die Wildtier Stiftung nichts! Stattdessen leistet sie unverhohlen AfD und FDP in Hessen Wahlkampfhilfe, die gegen einen angeblich „ideologisch motivierten Ausbau der Windkraft“ polemisieren.

Ein investigativer Zeitungsbericht liefert eine Erklärung für das Schweigen der Stiftung: So überweist der Kohlekonzern RWE Kohle (=Geld) an die Stiftung, die – Achtung – vom früheren RWE-Manager Fritz Vahrenholt geführt wird. Vahrenholt, der bis heute in Aufsichtsräten von RWE-Firmen sitzt, ist „Klimaskeptiker“. Er unterhält Kontakte zu international vernetzten Lobbyisten, die wie er den menschgemachten Klimawandel bestreiten und Klimaschutz und Energiewende sabotieren.

Denken Sie an diese Enthüllung, wenn Sie Pamphlete gegen Windenergie von „Vernunftkraft“, „Windwahn“ oder „BI zum Schutz des Hochschwarzwalds“ lesen. Auch diese selbsternannten Natur- und Artenschützer besorgen das Geschäft von Kohlekonzernen wie RWE.

Kurz-Link zum Artikel über Wildtier Stiftung: Kohle für Wildtierschützer

Verfasser: Ralf Schumann